Bärbel Fourie wurde am 21 November 1934 in Hiddesen bei Detmold geboren.  Ihr Vater war Arzt.  Er bekam 1936 eine Anstellung in Köln, wohin er mit seiner jungen Familie zog. Sie lebten dort bis November 1944 als alle Frauen und Kinder wegen der näherkommenden Front evakuiert werden sollten.  Bärbel kam mit Mutter und kleinen Schwester zu den Großeltern nach Hannover von wo sie weiter aufs Land, nach Ütze, zogen. Im November 1945 kam der Vater aus der Gefangenschaft und ließ sich in Wathlingen bei Celle als Praktischer Arzt nieder. 1949 wurde Bärbel konfirmiert und erhielt von ihrer Tante ein für sie sehr bedeutendes Buch, “Die Kinderfarm”, welches Bärbels weiteren Lebensweg stark beeinflusste. Abenteuerlust hat sie von ihrem Großvater geerbt. Er hatte 15 Jahre lang in Tsingtau, der deutschen Kolonie in China gelebt, wo auch ihr Vater geboren wurde.

Bärbel besuchte die Höhere Schule in Celle die sie 1955 mit dem Abitur abschloss. Nach dem Studium in Hannover trat Bärbel ihre erste Lehrstelle an. Sie bekam eine Klasse 5 die sie bis zu ihrer Schulentlassung 1963 führte.

Nun wollte Bärbel ihren Wunschtraum – einen Südafrikaaufenthalt – verwirklichen. Doch der Schulrat weigerte sich, sie für 3 Jahre von Nordanay zu beurlauben. Bärbel ließ sich nach Osnabrück versetzen, eine Stadt die so viel zu bieten hat, dass sich Lehrer auch nur für 3 Jahre dorthin versetzen ließen.

1967 war es dann soweit. Bärbel kam an die DSK in Kapstadt. Doch wegen mangelnder Englischkenntnisse bekam sie keine Mathematikklassen, sondern sie musste eine Sub A übernehmen. Doch ab 1968 wurde sie mehr und mehr in der Mathematik eingesetzt.

Bärbel lernte während des Krieges im Bunker das Stricken. Die Kinder wurden damit beschäftigt, um sie von dem Geschehen um sie herum abzulenken. Sie strickt noch heute und hat tolle eigene Ideen. Ihre Liebe zur Handarbeit ist auf dem Bild vom Papagei zu sehen. Das ist eine geklöppelte Arbeit, ganz anders als das gewöhnlich Weiß und Beige gearbeitet wird.

Ein weiteres Hobby war das Tennisspiel. Bärbel startete 1967 an der DSK die Tennis AG mit 7 Schülern und übergab 1970 72 Schüler dem ausgebildeten Tennislehrernachfolger.

Im November 1970 zog die Familie Fourie nach Table View; damals eine 350 Häuser große Nachbarsiedlung von Milnerton. Auch hier war Tennis das Gebiet, auf dem sich Bärbel mit ihrem Mann zusammen aktiv einbrachte. 1980 wurde der Table View Tennisklub gegründet. 2015 hatte er es zum besten Club in Western Province geschafft.

Nach der Pensionierung 2004 zog Bärbel mit ihrem Mann nach Kleinmond, wo sie seit 1982 ein Ferienhaus besaßen. Hier engagierte sie sich bei KAWS (Kleinmond Animal Welfare Society) und wenn nötig, half sie Kindern mit ihren Problemen mit Mathematik.  Ihr jahrelanges Motto “Maths is fun” half auch hier, Freude an und Einsatz für die Mathematik zu schaffen.

Sie hat ein bewegtes und interessantes Leben.