Abschiedsbrief von Angelika

An alle Einwohner und Angestellte vom St. Johannisheim
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Am Montag, den 07.09.15 ist mein Aufenthalt hier im St. Johannisheim, Kapstadt-Südafrika beendet. Ich werde mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen müssen.
Das lachende Auge freut sich auf die beiden Töchter, die mich auch sehnsüchtig erwarten, ebenso wie meine Mutter (92 J.) alt-, die in Düsseldorf lebt. Dann werde ich in MEIN gewohntes Leben zurückkehren. Es werden mich viele liebe Freunde dort erwarten und wohl auch ein bisschen Arbeit, mein Zuhause und meine alten Gewohnheiten.
Das weinende Auge verabschiedet sich von einem sehr schönen Aufenthalt hier bei Ihnen. Ja, Ihr habt mein Leben bereichert. Ich habe viel Neues gelernt und gesehen. Ich habe gesehen, dass man auch im Alter ein schönes Leben haben kann mit Frohsinn und Feierlichkeiten. Ich bewundere, dass alle mich sehr liebevoll aufgenommen haben.

Liebe Heimbewohner. Ich habe Euch alle lieben und schätzen gelernt. Bleibt alle gesund und munter, jetzt kommt ja der Sommer und dann hat man es etwas leichter.
Liebe Gardeners. Besonders lieben Dank an alle, die sich meiner angenommen haben, mich zu sich eingeladen haben, mit mir Ausflüge gemacht haben und mir zu einem schöneren Aufenthalt verholfen haben. Danke für Eure Freundschaft. Ich wünsche Euch alles gute.
Liebe Angestellte, auch recht herzlichen Dank an Euch. Ihr ward immer fröhlich und habt mich sofort Teil Eurer Gruppe sein lassen. Bleibt so wie Ihr seit.
Weiterhin nehme ich auch einen ganz besonderen Eindruck auf dieses wunderschöne Land mit nach Hause. Ich habe selten ein so schönes Land gesehen. Meine Reise bis zum Krugerpark wird mir immer ein unvergessliches Erlebnis sein. Besonders die Big Five, da ich das Riesenglück hatte, alle sehen zu können.
Ich wünsche mir für Südafrika Frieden und Gleichheit für alle Menschen die hier wohnen. Nun muss ich schließen, sonst werde ich zu sentimental. Also, alles alles Liebe für alle, seit herzlich umarmt und vielleicht, bis zu einem Wiedersehen.

Eure Angelika

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Niederschläge

Niederschläge (in mm) in Gardens. 2015 ist sehr trocken, wenig Regen.

2014            2015
Januar                    37                 19
Februar                   0                  12
März                        5                   12
April                        22                 0
Mai                          88                 39
Juni                         187              138
Juli                          123              112

Johanniter Section

Voluntärin, Linda Becker, hilft im Johanniter Abteil des Heims. Gemeinsam mit Sr. van Heerden undBernice October haben sie Freude an den bunten Blumen im Johanniter Garten.

Glühwein Abend

gluhweinOn 5 August the Männerchor Boland entertained us again with their flair of well-known German folk songs.  The residents looked forward to this “Traditional evening”.
After the choir’s performance, the Glühwein and the delectable snacks were served.  It was a great atmosphere, lots of laughter and chat’s – everybody attending enjoyed themselves thoroughly and left at the end of the evening happy and with lovely ‘rosy cheeks’.

 

Unsere Oase

Unsere Oase (Kaffeestube) feiert Geburtstag, sie ist 13 Jahre jung, also ein Teenager, unter der Leitung von Gisela Röse.

Alle, die arbeiten, sind längst keine Teenager mehr, aber machen es gerne und mit Freude. In diesem Monat sind wir 20 Personen, die mitmachen als Personal, und 25, die Kuchen spenden. Jede Woche brauchen wir 5 Kuchen, viele werden selber gebacken und andere gekauft. Die Sabottas spenden immer die Sahne, denn ohne Sahne geht gar nichts!

Auch haben wir vier Personen, die abwechslungsweise die Kasse besetzen. So sind also 50 freiwillige Helfer monatlich beschäftigt, im Alter von 73 bis 89, das Durchschnittsalter liegt bei 80 Jahren. All den Helfern und Spendern ein ganz großes Dankeschön, denn ohne eure Hilfe gäbe es keine Kaffeestube am Samstag.

Omas, Opas und Verwandte, alte Freunde und Bekannte

Seid zu Kaffee, Tee und Kuchenschmaus eingeladen hier im Haus!

Genießt alles mit frohem Mut,

“s kommt Gardens und dem Heim zugut”!

 

St Johannis Flats

Haben wir es wirklich gewusst, dass es in St Johannis zehn Mitbewohner gibt, die im Heimgebäude wohnen. „Oben bei den Balkons“ – von unserem sog. „Potsdamer (Park) Platz“ aus zu sehen?

Dort leben mit der schönen Aussicht nach Süden: Erna Hessler seit 1994, Ursula Niemand auch schon 13 Jahre lang, Anna Weimar seit fünf Jahren, seit zweieinhalb Jahren wohnt Inge Siemen schon dort, Werner Block etwas länger, Waltraud Nocker seit fast drei Jahren , Wilfried Meinhard erst ein halbes Jahr, Ursela und Willem Hessen auch schon fast zwei Jahre und unlängst erst zugezogen ist Milla Redelinghuys.

Weil manche von ihnen auch erst in den Häusern wohnten, sind sie uns auch nicht fremd und sowieso immer in Gardens willkommen.

Die Oord bestaan uit die Heim en Gardens en hier sien ons ‘n bietjie van wat daar in die Oord alles is. Daar is 10 woonstelle bokant die siekeboeg wat deur onafhanklike inwoners bewoon word.

Unterhaltsames für Senioren

Die folgenden Zeilen wenden sich an alle diejenigen, die Zeit finden sowie Lust und Energie haben, zur Unterhaltung unserer Senioren beizutragen, auch
Senioren selbst, die sich noch geistig oder manuell fit genug fühlen, etwas beizusteuern, mögen sich angesprochen fühlen.
Ganz gleich, welche besonderen persönlichen Erfahrungen, Talente, Interessen Sie einbringen können, nur Mut: Ihr Beitrag wird dankbar angenommen werden. Überdies bereitet man sich selbst Freude, anderen etwas zu bieten. Es werden ja keine Riesendarbietungen mit gewaltiger Vorbereitung erwartet, sondern einfach irgendetwas von allgemeinem Interesse oder Unterhaltungswert.
Geben ist oftmals beglückender als Nehmen. Mögen diese Gedanken Anregung sein, etwas von Ihrer Freizeit zum Allgemeinwohl beizusteuern.
Wir sind gespannt, was für unterhaltsame Ereignisse uns zukünftig erwarten.

Ihr Ingo Holland

“Corpus delicti”

Zu meiner großen Freude haben wir momentan wieder drei Hundebesitzer in St. Johannis Gardens. Damals hatten wir vier Hundebesitzer, doch keines der „Herrchen“ übernahm gerne Verantwortung für die, Produkte’ seines Vierbeiners. Daraufhin kamen mir folgende Zeilen in den Sinn:

„Corpus delicti“ (hrk)
Es trifft das Herrchen einen Freund,
begrüßt ihn voller Wärme.
Sein Hundchen heimlich seitwärts streunt,
es regt sich im Gedärme!
Und plötzlich in dem grünen Gras
steht da ein „Ka(c)ktus“ – ohne Baas,
denn unser Hundchen, ganz behände,
verlässt im Laufschritt das Gelände,
sitzt bei dem Herrchen dann ganz keck.
Der denkt, sein Hund war niemals weg,
und meint, wird er drauf angesprochen:
„Mein Hund hat niemals das verbrochen.
Mein Wuffi macht viel kleinere Kringel,
das war bestimmt ein anderer Schlingel!“
Doch er erbarmt sich voller Güte,
ergreift das Würstchen mit der Tüte.
So ist die Ordnung hergestellt,
‘s ist Frieden in der „Gardens-Welt“.

Entertainment – Singing companions

Singing companions

On the 18th June 2015 the ‘Singing Companions’ visited St. Johannis Heim to perform a variety of ‘Oldies’. Those songs brought back sweet memories and many feet tapping.

Dann und jetzt: 1998-2015

Die ersten Einwohner von St. Johannis Gardens zogen hier Mitte 1998 ein. Alles war noch eine Baustelle und Vieles musste noch gemacht werden. So wünschten die Bewohner sich auch ein Schwimmbad. Weil die nötigen Finanzen fehlten, entschlossen sie sich, es selbst zu finanzieren. Diese Großzügigkeit dürfen auch wir, die neue Generation, genießen.

Die Oase wurde gegründet und fand zweimal wöchentlich statt. Die Kappelhoffs haben das neun Jahre geleitet mit der Hilfe von vielen fleißigen Händen, die backen, Kaffee machen, servieren und abwaschen. Die Heimbewohner freuen sich und mit den Einnahmen konnte schon Vieles fürs Heim und Gardens angeschafft werden. Die Oase läuft bestens weiter, aber nur einmal in der Woche und wir hoffen, dass das auch so bleibt.

Auch beim jährlichen Basar, Flohmarkt und Osterverkauf helfen alle tüchtig mit. Ihr wart ein tolles Team und für uns Neulinge ein gutes Vorbild. Wir können nur lernen und in den Fußstapfen weiter machen. Wenn jeder ein bisschen mithilft, dann sollte das kein Problem sein.

Wir sind ja eine große Familie und dazu gehört Arbeit und Teamwork. Immer noch haben wir Bewohner von 80 – bis fast 90, die noch ganz fest mithelfen über all die Jahre. Ist das nicht großartig?

In diesem Sinne gehört unseren Vorbildern ein ganz großes Dankeschön und es freut uns alle sehr, dass wir so weitermachen können.

Das erste Gardens Komitee

Interview mit Judith Kappelhoff am 2. Juli 2015:

St. Johannis Gardens wurde in den ersten drei Jahren vom St. Johannis Heim verwaltet. Es gab zu der Zeit noch kein Gardenskomitee.

Als das Komitee unter Frau Ursula Kompfs Leitung zustande kam, gab uns Pastor Plüddemann einige Seiten aus einer „Government Gazette“, in der alles stehen sollte , was wir wissen müssten, denn wir waren ja alle vier Anfänger ohne Erfahrung in dieser neuen Position.

Das Heim machte weiterhin unsere Buchführung. Wir hatten aber volle Kontrolle über Ausgaben und so weiter. Das ging alles reibungslos.

In dieser Zeit gründete ich nach Rücksprache mit Schwester Sinn und der Mithilfe einiger begeisterter Einwohner die „Kaffeestube Oase“, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.